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Behavioral Economics

Behavioral Economics

Beobachtet man das Verhalten von Menschen in ökonomischen Situationen, stellt man in vielen Fällen folgendes fest: Selbstbeschreibung, durch traditionelle Theorien vorhergesagtes Verhalten und tatsächliches Verhalten weichen häufig voneinander ab. Genau hier knüpft die Verhaltensökonomie an. Sie versucht mit indirekten Fragestellungen und echten monetären Anreizen eine realistischere Beschreibung des menschlichen Verhaltens zu erreichen.

Zum einen versuchen verhaltensökonomische Methoden direkt das Verhalten von Menschen in bestimmten ökonomischen Studien zu beobachten, ohne auf potentiell verzerrte Selbstbeschreibungen zurückgreifen zu müssen. Zum anderen wird das Verhalten nicht anhand fester Annahmen prognostiziert, sondern mithilfe experimenteller Studien aufgedeckt, unter welchen Umständen das menschliche Verhalten von der Prognose durch traditionelle Modelle abweicht.

Durch kontrollierte Variation eines Aspekts in den Experimenten (während alles andere konstant gehalten wird) kann auf Ursachen von Verhalten geschlossen werden. Da die Fragestellung möglichst indirekt gehalten werden soll, kommen meist neutral gehaltene spielähnliche Situationen zum Einsatz, die die Struktur der ökonomischen Entscheidung im Kern erhält, von der Realität jedoch möglichst gut abstrahiert.

Verhaltensökonomische Methoden können auch für marktforschungsrelevante Fragestellungen eingesetzt werden – beispielsweise um die Determinanten von Vertrauen zwischen Marktakteuren, die Entstehung von Reputation, die Wirkung sogenannter Referenzpunkte oder auch die Ursachen für Reziprozität zu betrachten. 

Trust among Europeans

Gegenstand des Projekts war eine Studie zur interkulturellen Wahrnehmung von Leistungsbereitschaft für wohltätige Zwecke und Ehrlichkeit.

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Ihr Ansprechpartner

Dr. Matthias Unfried
GfK Verein