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Wenig Vertrauen in den Euro - Laut „GfK Global Trust Report 2013“ ist die Skepsis über die Gemeinschaftswährung groß

Nürnberg, 22. Januar 2013

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise hat der GfK Verein in 25 Ländern das Vertrauen der Bevölkerung in die jeweilige Währung abgefragt. Über alle Staaten hinweg schenken knapp 65 Prozent der Befragten ihrem Zahlungsmittel Vertrauen – in den in die Befragung einbezogenen sieben Euro-Ländern sind es durchschnittlich nur 39 Prozent. Dort bringen die Belgier und Niederländer der Gemeinschaftswährung das meiste Vertrauen entgegen. Insgesamt verbuchen Kanada, die Schweiz und Schweden die besten Werte.

Im Rahmen des „GfK Global Trust Report 2013“ befragte der GfK Verein die Menschen nach ihrem Vertrauen in die eigene Währung. Der internationale Vergleich ergibt ein sehr unterschiedliches Bild: In einigen Ländern vertraut die große Mehrheit ihrer Währung. Oft schenken die Menschen dem Zahlungsmittel sogar mehr Vertrauen als anderen Institutionen, wie beispielsweise der heimischen Polizei oder dem Militär. Hierzu zählen Kanada (Vertrauenswert: 91 Prozent), die Schweiz (90 Prozent), Schweden (87 Prozent), Türkei (81 Prozent) sowie Brasilien und Indonesien mit jeweils 80 Prozent. 
In anderen Ländern hingegen überwiegt das Misstrauen in die eigene Währung. Hierzu zählen – mit Ausnahme von Argentinien – ausschließlich die in die Befragung einbezogenen Euro-Länder: Das geringste Vertrauen äußern die Bürger in Italien (30 Prozent), Spanien (35 Prozent) und Deutschland (38 Prozent). Nur in zwei Euro-Ländern kann die Gemeinschaftswährung Werte von deutlich über 50 Prozent erzielen: in Belgien (66 Prozent) und den Niederlanden (60 Prozent). Beide Länder haben einen kleinen Binnenmarkt und sind deshalb in besonderem Maße darauf angewiesen, ihre Waren und Dienstleistungen mit den Handelspartnern austauschen zu können – möglichst ohne das Risiko von Wechselkursschwankungen. In Belgien kommt noch hinzu, dass in Brüssel das Herz des politischen Europas schlägt und die Identifikation mit der Idee eines vereinigten Europas überdurchschnittlich stark ausgeprägt ist.

Zur Studie
Diese Ergebnisse sind ein Auszug aus dem „GfK Global Trust Report“ 2013 und basieren auf rund 28.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag des GfK Vereins im Zeitraum September bis November 2012 in insgesamt 25 Ländern durchgeführt wurden.
Grundlage der Untersuchung ist die Abfrage des Vertrauens mittels folgender Skala: „vertraue ich voll und ganz“, „vertraue ich überwiegend“, „vertraue ich weniger“, „vertraue ich überhaupt nicht“.

Zum GfK Verein
Der GfK Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus rund 600 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Zweck des Vereins ist es, innovative Forschungsmethoden in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen zu entwickeln, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und die für den privaten Konsum grundlegenden Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Verbraucher zu erforschen. Die Studienergebnisse werden den Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt. Der GfK Verein ist Gesellschafter der GfK SE. Weitere Informationen unter www.gfk-verein.org.

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