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Lebenswelten

 

Lebenswelten - wer lebt wo wie?

Bürger und Konsumenten leben in modernen Gesellschaften in Haushalten sehr unterschiedlicher sozioökonomischer Lage. Diese Lebenslagen ändern sich sowohl im individuellen Lebensverlauf als auch in der Familienstruktur. Lebenswelten sind die Fortschreibung der Verfahren zur Bestimmung von sozialer Schichtung, die Kleining und Moore in den 1960er Jahren vorgestellt haben.

Menschen werden ausgebildet, legen Prü­fun­gen ab, ver­rich­ten Er­werbs­ar­beit, heira­ten, bekommen Kin­der  – oder nicht und treten in den sogenannten Ruhestand. Lebenswelten sind also dynamisch, sie beschreiben typische Phasen des Lebenslaufes. Insofern knüpfen Lebenswelten auch an die Lebenszyklus-Forschung an, die aus der Bevölkerungsstatistik in den 1920er Jahren in den USA entstanden ist.

Die Lebenswelt-Segmentationen nach Kleining gibt es in zwei Varianten: die Biografischen Lebenswelten zur Beschreibung der Lebensumstände von Personen sowie die Familien-Lebenswelten zur Beschreibung der Lebensumstände privater Haushalte. Da die großen Verbraucherpanels zumeist Haushaltspanels sind, bietet sich für sie das Konzept der Familien-Lebenswelten an, während für Studien, die Personenstichproben benutzen und auf individuelles Verhalten abzielen, die biografischen Lebenswelten die passende Segmentation sind.

In der Marktforschung werden die Lebenswelten in den GfK Consumer Panels, dem GfK-Konsumklima und in der Markt-Media-Studie b4p – best for planning angeboten. Aber auch in etliche ad hoc Studien und in eigene Erhebungen der Markenartikel-Hersteller haben die Lebenswelten Einzug gehalten, wie auch in eine international vergleichende Studie mit neun europäischen Ländern, dem Trendsensor Konsum, der seit über zehn Jahren vom GfK Verein herausgegeben wird.

Auf dieser Website finden Sie rechts eine Reihe von Aufsätzen, Analysen und Studien rund um das Thema Lebenswelten:

  • Der Aufsatz von Kleining, Prester und Frank beschreibt das Verfahren, stellt die Entwicklung der Lebenswelten dar und zeigt Beispiele der praktischen Anwendung.
  • Markenbindung in den verschiedenen Lebensphasen ist das Thema der Analyse von Wildner und Twardawa.
  • Um wahrgenommene Sorgen und Herausforderungen in Deutschland in den verschiedenen Lebenswelten geht es in der Studie Challenges of Nations 2014 des GfK Vereins. 
  • Wie sich türkisch-, russischstämmige und deutsche Konsumenten hinsichtlich der Lebenswelten voneinander unterscheiden, das wird in dem Vortrag von der GfK-Tagung 2013 beschrieben.
  • Um Qualitätsorientierung und Einkaufshäufigkeit bei FMCG geht es in einer Untersuchung zu den Lebenswelten von GfK ConsumerScan.
  • Wie die Verbraucherstimmung in den verschiedenen Lebenswelten sich darstellt, das zeigt eine aktuelle Analyse des  GfK Konsumklimas von Rolf Bürkl. 
     

Zusammen mit dem Berlin-Insitut für Bevölkerung und Entnwicklung haben wir zudem zwei Studien durchgeführt, die sich mit dem Thema LEBENSWELTEN beschäftigen.

LEBENSWELTEN 2015: In der ersten Studie wurde vom Berlin-Institut im Auftrag des GfK Vereins untersucht, wie sich die Lebenswelten heute in den 38 Regierungsbezirken Deutschlands verteilen und wie sich ihre Struktur bis 2025 voraussichtlich entwickeln wird: Hier geht es zur Publikation "Lebenswelten 2025"

LEBENSWELTEN EUROPA: In der zweiten Publikation wurden die Untersuchung auf Europa ausgedehnt und untersucht, wie sich die Struktur der Konsumentenschaft zwischen Madrid und Moskau verändert: Hier geht es zur Publikation "Lebenswelten in Europa".  

LEBENSWELTEN VON KONSUMENTEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND: Wie sich die Lebenswelten bei Konsumenten mit Migrationshintergrund aus verschiedenen Herkunftsländern darstellen, das erfahren Sie hier in einer ausführlichen Analyse von Kleining und Jungnickel auf Basis des Mikrozensus 2009.
Weitere Informationen und Aufsätze zum Thema Lebenswelten finden Sie hier auf der Website von Professor Kleining.

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