EnBW / Erneuerbare Energien

Mai 2011

Herr Ommeln, auf der Homepage von EnBW Erneuerbare Energien GmbH schreiben Sie, dass Sie bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent Ihres Stroms aus regenerativen Energien gewinnen wollen. Wird sich nach den aktuellen Ereignissen daran etwas ändern?

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist und bleibt für die EnBW ein ganz wesentliches Ziel. Vor kurzem haben wir beispielsweise den ersten kommerziellen Offshore-Windpark in Deutschland in Betrieb genommen und damit Maßstäbe gesetzt. Diesen Weg gehen wir weiter. In den kommenden Jahren will die EnBW rund drei Milliarden Euro allein in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren.

Unserer Umfrage zufolge plädiert knapp die Hälfte der Deutschen für den sofortigen Ausstieg der Bundesrepublik aus der Atomkraft. Eine Mehrheit gibt an, dafür auch höhere Energiekosten in Kauf zu nehmen. Wie hoch wären Ihres Erachtens die Folgekosten für die Verbraucher durch eine Entscheidung für den sofortigen Ausstieg?

Klar muss sein, dass der Umbau des Energieversorgungssystems Geld kostet. Welche Kosten dabei für den Endkunden herauskommen, kann man heute jedoch nicht wirklich vorhersagen. Eine Indikation gibt aber eine aktuelle Berechnung des im Auftrag des BDI: demnach würde die Energiewende die deutschen Stromkunden von 2012 – 2020 mit insgesamt 51,1 Milliarden Euro belasten. Die Deutsche Energieagentur Dena sieht insgesamt eine Kostensteigerung für Privathaushalte von einem Fünftel, das DIW geht von Weniger aus, spricht aber immerhin noch von bis zu 240 Euro im Jahr.

Haben Sie persönlich Ihr Verhalten in puncto Energieverbrauch nach den Ereignissen in Fukushima überdacht oder verändert?

Energieeffizienz war für mich vor den Ereignissen in Fukushima ein wichtiges Thema und bleibt wichtig.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

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