Sparkasse Nürnberg / Männer und Frauen

Juni 2012

Herr Feneberg, Frauen gelten ja zuhause oft häufig als „Finanzminister“. Wie erleben Sie die Rollenverteilung von Männern und Frauen bei Bankgeschäften?

Wir erleben bei den Kunden des Private Banking der Sparkasse Nürnberg sehr häufig noch die klassische Rollenverteilung, d.h., dass unsere Beraterinnen und Berater überwiegend mit männlichen Ansprechpartnern zu tun haben.

Welche Erfahrungen machen Sie mit Männern und Frauen beim Thema Kredite? Gibt es Unterschiede, was die Gründe für einen Kredit und den persönlichen Umgang mit dem Thema betrifft?

Das Kreditgeschäft im Private Banking beschränkt sich nahe zu ausschließlich auf Immobilienfinanzierungen. Hier wird sowohl die eigengenutzte Immobilie als auch die Immobilie für die Kapitalanlage finanziert. Die Themen, die bei einer solchen Finanzierung wichtig sind – Zinssatz, monatliche Rate, solides Objekt, Einbeziehung öffentlicher Förderung usw. – werden dabei von Männern und Frauen gleichermaßen diskutiert. Ein geschlechterspezifischer Unterschied in den Verhaltensweisen ist hier nicht erkennbar.

Wer neigt eher dazu, den Überziehungskredit des Girokontos auszuschöpfen? Frauen oder Männer?

Die Nutzung von Überziehungskrediten ist im Private Banking zwar möglich, wird von den Kunden aber so gut wie nie wahrgenommen. Aber auch bei den Kunden unserer Geschäftsstellen können wir keine geschlechtsspezifischen Unterschiede feststellen.

Die Nachfrage nach Immobilien ist durch die Finanzkrise enorm gestiegen. Ist das Interesse bei beiden Geschlechtern gleich groß? Oder gibt es Unterschiede, was die Finanzierung des Eigenheims betrifft?

Der Wunsch nach dem Eigenheim ist bei beiden Geschlechtern gleich groß. Dies gilt besonders für diese Zeiten, in denen die Sicherheit der Kapitalanlage und der Finanzierung im Vordergrund steht.

Verraten Sie uns etwas über Ihr Anlageverhalten? Was macht aus ihrer persönlichen Sicht eine gute Anlagestrategie aus?

Eine Anlagestrategie ist dann gut, wenn sie den Wünschen und Motiven des Anlegers weitestgehend gerecht wird. In Zeiten hoher Verunsicherung über die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise und einer damit verbundenen großen Volatilität am Aktienmark, ist das Gebot der Stunde, den Schwerpunkt auf sichere, festverzinsliche Geldanlagen zu legen. Dies wird ergänzt durch einen ordentlichen Anteil an Immobilieninvestments sowie eine kleine Beimischung solider Aktientitel, um auch die Renditeaspekte nicht völlig aus dem Auge zu verlieren.

Herzlichen Dank für das Gespräch!