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Jahresabschluss 2017


DIE ZAHLEN 2017

Die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz finden sie rechts zum Download

VORBEMERKUNG

Sowohl für die Bilanz als auch für die Gewinn- und Verlustrechnung des GfK Vereins ist die gegenüber 2016 überragend wichtigste Änderung, dass die GfK SE in 2017 seit vielen Jahren erstmals keine Dividende ausgeschüttet hat. In 2016 machte dieser Mittelzufluss fast 96 % der Einnahmen des GfK Vereins aus. Nun hat der GfK Verein hier vorgesorgt und sich in den letzten Jahren ein Finanzpolster von über 25 Mio. Euro angesammelt. Diese Mittel wurden in 2017 teilweise zur Finanzierung des GfK Vereins eingesetzt.

Auch in 2018 wird die GfK SE keine Dividende ausschütten. Der GfK Verein setzt folglich weiter in der Vergangenheit angesparte Mittel zur Finanzierung seiner Aktivitäten ein. Gleichzeitig wurden schon in 2017 und werden verstärkt in 2018 und auch in den folgenden Jahren Einsparungen realisiert, um die Reichweite dieser Mittel zu erhöhen.

DIE AKTIVSEITE DER BILANZ

Die auch 2017 wichtigste Position auf der Aktivseite der Bilanz sind die Finanzanlagen. Die 20,61 Mio. Aktien der GfK SE, die im Besitz des GfK Vereins sind, stehen mit durchschnittlich 1,90 Euro in der Bilanz, was zu einem Wertansatz von 39,2 Mio. Euro führt. Für den Squeeze-out waren die Aktien im Rahmen einer Wertpapierleihe an die KKR übertragen worden. Nach Durchführung des Squeeze-out wurden diese am 18. Oktober 2017 vereinbarungsgemäß von KKR an den GfK Verein zurück übertragen, so dass alle Aktien seitdem wieder in den Depots des GfK Vereins sind. Die Position „Grundstücke und Bauten“ betrifft das Gebäude „Schnieglinger Str. 57“, das dem GfK Verein gehört.

Die Position „Betriebs- und Geschäftsausstattung“ ist einmal gestiegen, weil sich der GfK Verein bezüglich seiner IT unabhängig von der GfK SE gemacht hat. Langfristig wird dies zu einer Kostensenkung führen, da die Struktur besser auf die Bedürfnisse des viel kleineren GfK Vereins abgestimmt werden kann. Kurzfristig musste aber investiert werden. Des weiteren wurde in Hardware zur Untersuchung neuer Verfahren der Marktforschung wie z. B. Virtual Reality investiert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind vor allem ein Darlehen, das der GfK Verein an die GfK SE ausgeliehen hat. Das Darlehen wurde wie oben bereits erwähnt zur Finanzierung der laufenden Tätigkeiten verwendet und hat sich entsprechend vermindert.

DIE PASSIVSEITE DER BILANZ

Die Passivseite wird dominiert vom Eigenkapital. Dieses hat sich entsprechend dem Jahresfehlbetrag um 10,4 Mio. Euro vermindert. Dennoch liegt die Eigenkapitalquote auch ohne Berücksichtigung von stillen Reserven bei über 97 %. In den sonstigen Rückstellungen ist vor allem ein Honorar für Rechtsberatung beim Squeeze-out enthalten, das bis Jahresende noch nicht bezahlt war.

DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den Umsatzerlösen sind vor allem zwei Positionen enthalten: Die Umsatzerlöse der Academy und die Mieterträge aus dem Haus in der Schnieglinger Str. 57, das der GfK Verein teilweise selbst nutzt und teilweise an die GfK SE und die Sparkasse Nürnberg vermietet.

Die GfK Academy hatte in den letzten Jahren zunehmend Rückgänge zu beklagen. Der GfK Verein hatte dann in 2017 ein neues Konzept mit kürzeren und preiswerteren Seminaren erprobt. Das erste dieser Seminare war voll ausgebucht. Doch bereits das zweite Seminar musste wegen mangelnder Teilnahme storniert werden. Es wurde deshalb beschlossen, die Academy zu schließen. Dadurch verminderte sich der Umsatz der Academy von 98 auf 32 Tsd. Euro.

Die Kosten für die bezogenen Leistungen konnten um 300 Tsd. Euro reduziert werden. Dabei handelt es sich um die Kosten für die Studien für die Mitgliederrundbriefe, die Vergütungen der Kooperationspartner für Forschungsprojekte, die Vergütung der GfK SE für die von dort vorgenommene Verwaltungstätigkeit der GfK SE, die Honorare für die Dozenten der GfK Academy sowie für die Autoren und die Agentur für unsere Zeitschrift GfK MIR.

Auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten rund 800 Tsd. Euro eingespart werden. Hier konnte zunächst der Aufwand für die Finanz- und Rechtsberatung deutlich reduziert werden. Für 2018 ist eine weitere Reduktion zu erwarten, weil die Kosten für die Rechtsberatung im Rahmen des Squeeze-out entfallen. Schließlich sind in dieser Position auch die Kosten für die Gremien des GfK Vereins enthalten, die sich ebenfalls verringerten.

Die Personalkosten sind dagegen gestiegen, auch weil zwei neue Mitarbeiter für den Bereich Zukunft der Marktforschung und Universitätskontakte erstmals ganzjährig zu Buche schlagen.

Insgesamt konnten die Kosten in 2017 um 900 Tsd. Euro vermindert werden. Trotzdem schloss der GfK Verein im Jahr 2017 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 10,4 Mio. Euro ab, der aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen wurde.